International Consultants Day: UnternehmensberaterInnen sind Wirtschafts- und Exportturbo

Studie belegt: Expertise heimischer Beratungsbetriebe weltweit gefragt – Rund 60 % erwirtschaften ihren Umsatz im Ausland; Hauptexportland ist Deutschland

Wien, 7. Juni 2021Die Expertise der österreichischen Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberater ist weltweit gefragt. Das belegt nun eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria im Auftrag der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Die Studie wurde aus Mitteln der Internationalisierungsoffensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaft und der WKÖ, finanziert. Die österreichischen Beraterinnen und Berater haben im letzten Jahr weltweit einen Exportumsatz von 1,31 Mrd. Euro generiert. 2020 erzielten gut 60 % der 319 Befragten Beratungsbetriebe ihren Umsatz im Ausland; gut ein Fünftel (19 %) generiert mehr als 75 % des Umsatzes durch Exporte. Durchschnittlich liegt der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz in der Unternehmensberatung bei etwa 30 %. „Das belegt, wie begehrt das Fachwissen und die Expertise unserer Unternehmensberaterinnen und -berater ist und wie gut der Ruf ist, den sie international genießen“, sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Deutschland ist wichtigstes Exportzielland; Expertise weltweit gefragt
Von den Unternehmen, die Umsätze im Ausland erwirtschaften, exportieren 72 % nach Deutschland, gefolgt von der Schweiz (23 %), der Slowakei (8 %) und Tschechien (6 %). Etwas mehr als die Hälfte (55 %) aller Auslandumsätze entfallen auf Deutschland. Die Expertise der österreichischen Unternehmensberatung ist nicht nur in Europa gefragt: 40 % der Befragten exportieren ihre Dienstleistungen in andere außereuropäische Länder, darunter China (8 Unternehmen), die USA (7), Großbritannien (6) und Indien (5). „Die heimischen Unternehmensberaterinnen und -berater sind eine nicht zu unterschätzende Export- und Wirtschaftskraft. Die Zahlen belegen das“, unterstreicht Wilfried Drexler, Berufsgruppensprecher für Unternehmensberatung. Mehr als die Hälfte (55 %) der Befragten Exporteure gibt an, ihr Auslandsgeschäft sei zwischen 2014 und 2019 gewachsen

Mehrheit der UnternehmensberaterInnen an Auslandsaktivitäten interessiert
Mehr als die Hälfte (55 %) der befragten Unternehmensberater, die bereits exportieren, geben an, sehr an der Ausweitung ihrer Auslandsaktivitäten interessiert zu sein. 53 % jener Betriebe, die nicht exportieren, sind sehr bzw. etwas interessiert, im Ausland aktiv zu werden. Beide Gruppen geben jedoch an, ein Mangel an personellen bzw. zeitlichen Ressourcen würde sie daran hindern, (stärker) im Ausland aktiv zu werden. Als potenzielle Zielländer geben beide Gruppen Deutschland (64 %), die Schweiz (48 %), Italien (26 %) bzw. Südtirol (8 %) sowie Slowenien und die Slowakei (je 19 %) an. Gründe für den Auf- bzw. Ausbau der Exportaktivitäten geben beide Gruppen insbesondere das Marktpotenzial und die Wachstumschancen in den jeweiligen Ländern an. Auch die Sprachkenntnisse und geografische Nähe seien weitere Vorteile und Gründe zu exportieren.

Coronavirus-Krise: Umstellung auf Online; Rückgang der Auslandsaktivitäten
Die Coronavirus-Krise hat auch die Aktivitäten der heimischen Unternehmensberater im In- und Ausland beeinträchtigt. So geben 54 % der Befragten an, die Krise hätte negative Auswirkungen auf ihre Inlandsaktivitäten; 58 % sagen, ihre Auslandsaktivitäten wären beeinträchtigt worden. 55 % geben an, sie haben ihr Geschäftsmodell auf Online umgestellt. Die Auslandsaktivitäten wären vor allem durch die Reisebeschränkungen zurückgegangen, geben 81 % der Befragten an. 51 % meinen, das Fehlen persönlicher Kontakte erschwerte die Arbeit im Ausland. „Die Coronavirus-Krise hat natürlich auch nicht vor unserer Branche Halt gemacht. Doch wir sind mehr als zuversichtlich, dass die Zeit nach Corona eine des Aufschwungs sein wird“, schließt Harl ab.

UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl (c) Caro Strasnik
Berufsgruppensprecher Unternehmensberatung FV UBIT, Wilfried Drexler (c) FG UBIT Burgenland, Tschank

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT)
Mit mehr als 73.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Informationen unter http://www.ubit.at // http://www.beratertag.at // https://ubit-oesterreich.at

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